Historisches aus Obertauern

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Schleppliftlady
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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Schleppliftlady » 22.01.2014 - 22:04

Ich habe eine Ansichtskarte von 1974 gefunden auf der die Gamsleitenspitze zu sehen sein müsste, im Vordergrund der Plattenkarschlepplift.
Meine Eltern waren in dem Jahr zum 1.Mal in Obertauern und sind auch den G2-Schlepper gefahren (bzw die Piste runtergerutscht) :biggrin:



Das Bild scheint aber älter zu sein, ich kann jedenfalls keinen Schlepper erkennen. Was meint ihr? Weiß jemand, wann die Piste erschlossen wurde?
Zuletzt geändert von Schleppliftlady am 22.01.2014 - 22:45, insgesamt 1-mal geändert.



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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Michel24 » 22.01.2014 - 22:38

[quote="Schleppliftlady"]Ich habe eine Ansichtskarte von 1974 gefunden auf der die Gamsleitenspitze zu sehen sein müsste, im Vordergrund der Plattenkarschlepplift.
Meine Eltern waren in dem Jahr zum 1.Mal in Obertauern und sind auch den G2-Schlepper gefahren (bzw die Piste runtergerutscht) :biggrin:



Frage: Wie kann man eine Buckelpiste runterrutschen? :D

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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Schleppliftlady » 22.01.2014 - 22:46

Okay hab das Bild gelöscht!
Leider habe ich selbst keines aus der Zeit.
Vielleicht taucht ja doch nochmal eins auf! :-)

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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Schleppliftlady » 23.01.2014 - 14:13

Frage: Wie kann man eine Buckelpiste runterrutschen? :D[/quote]

Das hab ich mich auch gefragt! Laut Erzählung ging es so: hingefallen, Skier verloren und ca. 20 m runtergerutscht, zwischen den Buckeln durch und an einem Felsen (!) liegengeblieben. War wohl total vereist.
Kann natürlich sein, dass es ein bisschen dramatisiert wurde (so im Laufe der Jahre) :biggrin:
Ich weiß nur, dass die Piste kein Vergleich war zu heute, die Buckel müssen mannshoch gewesen sein.

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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Petz » 23.01.2014 - 22:41

Brauchst nur mal unseren Kollegen trincerone per PN interviewen - der kann Dir sowas aus eigener leidvoller Erfahrung schildern.
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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Michel24 » 24.01.2014 - 02:26

Stimmt es jetzt eigentlich dass es dort mal einen tödlichen Unfall gegeben hat?


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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Klosterwappen » 24.01.2014 - 09:44

Ich glaube, das war sogar mehr als einer!

Ich bin vor etwa 40 Jahren mit dem Schlepper gefahren, genau ein(!!!) Mal und habe dabei Blut geschwitzt.
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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Klosterneuburger » 24.01.2014 - 23:25

Ja es gab da mehrere Unfälle :(

Vorallem auf der Gamsleiten 2 wenn jemand aus dem Lilft gefallen ist und dann die Schleppspur links runtergerutscht ist, dort waren dann Felsen mit hohen Kanten über die man gestürzt ist. Gab da jedes Jahr trotz der Fangnetze viele schwere Unfälle.

Am SL Hundskogel war es vorallem das Steilstück nach der Zwirbelkurve, wo es wenn man dort herausfiel sofort in die Felsen ging.


Selbst hab ich mal eine Unfall am SL Panoramalift gesehen wo am steilsten Stück - zirka da wo jetzt die Fleischbankabfahrt ist - das Tragseil, trotz Seilfangschuh aus der Rollenbatterie einer Stütze gesprungen ist und mehrere Skifahrer getroffen hat. 2 wurden dabei tötlich verletzt. 3 weiter schwer. War wahrendes des Unfalls grad auf der Abfahrt die den SL kreuzte, meine Mutter und andere leisten erste Hillfe bis die ersten Einsatzkräfte eintrafen. Weis nicht mehr genau das Jahr war das Jahr wo,man von den Ursprungsgehängen auf die Langbügel umgestellt hat.

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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Klosterwappen » 25.01.2014 - 15:03

Ich habe als ich das erste mal mit der Schule in Obertauern war, das war etwa 1974, einen grauslichen Unfall gesehen:
Wir standen beim Kirchbühel Lift an, da kam einer sehr engagiert vom Zehnerkar runter und hat es nicht mehr geschafft, zu bremsen bzw. die richtige Spur zu finden. Er knallte gegen das Zielhaus der Zehnerkarabfahrt und flog durch die Glasscheiben - links rein und rechts wieder raus. Wir standen endlos am abgeschalteten Lift - die Bediensteten und auch unser Professor, als Sani beim Roten Kreuz nebenberuflich tätig - leisteten erste Hilfe. Vergeblich.
Der Verstorbene hatte sich bei dem Abflug skalpiert, nach Tage später sah man im Schnee die Blutlache.
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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Michel24 » 27.01.2014 - 11:19

Waren eigentlich alle diese gefährlichen Lifte Kurzbügler?
Oder waren auch Langbügler dabei?

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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Klosterneuburger » 27.01.2014 - 21:37

Der SL Panorama war zum Zeitpunkt des von mir beschrieben Vorfalls ein Langbügeler, wurde in dem Jahr umgestellt.

LG

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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Michel24 » 04.02.2014 - 23:13

Wenn schon keiner Bilder vom Gamsleitenspitzlift hat hat dann vielleicht jemand Bilder von der Gamsleiten 2 aus der Zeit als sie noch nicht alle paar Tage präpariert war? Gerne erst auch Bilder ab 1986( mit Sessellift). Und damit meine ich nicht das Standardbild vom Gegenhang auf dem man nichts erkennt.

Manchmal wünschte ich mir ich wäre 35 jahre älter...


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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Schleppliftlady » 18.02.2014 - 21:32

Hallo,

ich hab ein Poster an der Wand hängen, da sieht´s ziemlich unpräpariert aus. Falls du Interesse hast, schicke ich es dir mal per pn!

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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Petz » 24.02.2014 - 18:44

Ein Bild vom G2 direkt nach dem Lawinenabgang tauchte heut in FB auf - lass das aber verständlicherweise nur kurz auf meinem Server...:wink:

Bild
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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Michel24 » 26.02.2014 - 21:32

XXXZensurXXX
Ich nehm meinen kommentar von oben zurück ich bin doch froh um die dsb, der lift sieht echt heftig aus! Noch dazu mit kurzbügel..Da rausfallen und runterrutschen..autsch
Zwei sachen würden mich aber interessieren:
1. Was hat es mit diesem lawinenabgang auf sich? Ich meine die gamsleiten 2 war doch auch damals schon eine abgesicherte piste wie kann sowas passieren? So eine lawine gehört doch gesprengt.Ist damals jemand zu schaden gekommen?
2. Der in diesem Bild gezeigte liftabschnitt ist doch total felsig.Zumindest nach meinen Erfahrungen ist da auch nix von einer ehemaligen Schlepplifttrasse erkennen. Wie konnte man da einen Schlepper durchbauen? Gabs da Matten, Bretter oder ähnliches?

Fragen über Fragen eines 20-jährigen der sich auf Erzählungen stützen muss
Zuletzt geändert von TPD am 27.02.2014 - 20:29, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Bitte keine "Kraftausdrücke"

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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Schleppliftlady » 02.03.2014 - 22:27

Also mein Vater hat mir glaube ich erzählt, dass es teilweise über Matten ging wegen der ganzen Felsen. :roll:

@Petz: Daaaanke! Ich freu mich endlich mal ein Foto vom G2 zu sehen, das ist super! :biggrin:

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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Klosterneuburger » 03.03.2014 - 08:44

Wie schon erwähnt gab es über die Felsen Matten. Es gab 2 Lawinenabgänge die erheblichen Schaden anrichteten. Der eine ist auf dem Foto zu sehen, der andere hat die Stütze vor dem Steilstück zerstört. Diese wurde dann als T Stütze wieder aufgebaut.

Ich selbst war als Kind mal im Maschinenbaus der G2. Der SL war immer mt Dieselantrieb und Kurzbügel. Was ich mich noch erinnern kann, muss so 1978 gewesen sein, wurde in dem Jahr die Steuerung moderniesiert. Herr Waser hat mir damals erklärt, das nun ein abstellen des Lifts im Notfall nicht nur von der Talstation sondern, sondern auch von der Berstation und der anderen Kontrollstelle möglich war. Bis dahin war es notwendig mittels Telefon zur Talstation zu melden die dann den Lift angehalten haben.

Falls noch wer Fragen hat bitte um Info.

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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Michel24 » 03.03.2014 - 14:30

@Klosterneuburger: Danke für die infos, die mich aber gleich wieder zu neuen fragen bringen.
Bei Schleppliften ist es ja nicht außergewöhnlich dass mal jemand beim aussteigen am bügel hängen bleibt oder beim Ausstieg stürzt. Da hat doch der Liftbedienstete normalerweise keine Zeit mehr noch lange zu telefonieren. Bis die unten den Lift anhalten hängt man doch schon lange in der Umlenkscheibe. Mir ist zwar klar dass man vor 50 Jahren andere Maßstäbe gesetzt hat, trotzdem kann ich mir das irgendwie nicht so ganz vorstellen wie das in der Praxis funktioniert. Ist man da einfach davon ausgegangen dass sich kein Anfänger auf die Gamsleiten 2 traut?
Ebenso frage ich mich was bei unfällen unterwegs passierte auf abschnitten die nicht von der berg-und talstation eingesehen werden konnten. Laut den ganzen Erzählungen hier war es ja lebensgefährlich aus dem Lift zu fallen. Musste dann erst oben Bescheid gegeben werden und dann nach unten telefoniert werden oder diente hierzu das von dir erwähnte kontrollhaus?

Achja die t-stütze die ersetzt wurde war das der auf dem bild zu sehende abschnitt oder weiter oben?


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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Klosterneuburger » 03.03.2014 - 23:42

Hallo an alle!

Ja es stimmt es war ein großes Problem wenn mal wer z.b. Bei Aussteigen hängen geblieben ist, weil ein Stopp ja doch recht lange gedauert hat. Deshalb wurde eben die elektromagnetische Kupplung welche von jeder Kontrollstelle ausgelöst werden konnte, im Jahr 1978 installiert. Bis dahin hat man sich so geholfen: es war eine Person immer neben dem Telefon in der Talstation abgestellt die bei dem Worten STOPP sofort auskuppelte.

Das Kontrollhaus war ein auf der einer Stütze montiertes Häuschen, welche auch nur ein Telefon hatte. Aber dadurch konnte man die gesamte Strecke einsehen. Die ersetzte Stütze hab ich in angefügtem Foto eingezeichnet.

Ein weiteres sehr interessantes Detail war, dass es vor der Errichtung der DSB auch ein Projekt gab, welches den Umbau des SL vorsah. Dabei war eine Brückenkonstruktion geplant welche das Steilstück entschärfte. Es war eine abenteuerliche Konstruktion welche bei der Stütze 1 begann und eine kontinuierliche Steigung in der Luft bis zur Stütze 7 vorsah. Natürlich mit Fangnetzen damit keiner abstürzen konnte. Diese Projekt wurde von Herr Waser vorgelegt, nachdem ja in Obertauern keine neuen Sesselbahnen erreichtet werden durften. Denke auch dieses Projekt hat dazu beigetragen, das sinnlose Verbot für neue Sesselbahnen zum Fall zu bringen.
Dateianhänge
DmSchleppliftLawinenschadenGamsleiten2Obertauern.jpg

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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Michel24 » 04.03.2014 - 11:29

Ok danke damit wäre das geklärt

Wenn ich das richtig verstanden habe heißt das also dass man 4! Leute brauchte um diesen Lift zu betreiben. Einen an der talstation der die kurzbügel rauszog und den fahrgästen reichte, einen weiteren der am telefon saß und jeweils einen im kontrollhaus und an der bergstation?
Wenn ich mir jetzt die fahrgastzahlen auf einer buckelpiste mit 100% gefälle vorstelle wundere ich mich schon wie man diesen lift 20 jahre lang betreiben konnte. Hört sich für mich nicht wirklich rentabel an...

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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Klosterneuburger » 04.03.2014 - 21:35

waren sogar 5 Personen einer saß noch im beim Eingang und hat die Liftkarten kontrolliert bzw. die damaligen Skipässe hat man so wie früher die Kreditkarten abrollen müssen in Obertaueren.

Einer der die Karten kontrolliert hat
Ein Maschinist, der am Telefon
Einer der die Bügel gereicht hat
Einer in der Bergstation
Einer in dem Kontrollaus auf der Strecke

Die G2 war nie rentabel war eigentlich das Hobby von der Fam. Waser, wie heute auch noch. Gewinn haben die mit der G1, Grünwaldkopf, und teilweise mit dem Seekareck gemacht und mit dem Hotel Gamsleiten;)

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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Michel24 » 05.03.2014 - 22:11

Eine Frage habe ich noch. Nachdem ja die gamsleiten 2 früher für pistenfahrzeuge nicht zu bezwingen war würde mich interessieren wie die leute die an bergstation und kontrollhaus gearbeitet haben zu ihrem arbeitsplatz gekommen sind. Durften sich die jeden tag auf eine liftfahrt am morgen freuen wo ihnen im notfall niemand zu Hilfe kommen konnte? Ebenso jeden tag abends die ausgfahrene Piste runter.
Ich weiß passt vllt nicht ganz hier rein aber ich wills trotzdem wissen

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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Klosterneuburger » 06.03.2014 - 13:20

Ja das ist richtig, das Personal in der Bergstation und in dem Kontrollhaus auf der Liftstütze musste mit dem Lift in der früh rauf. War oft sehr heftig, besonders wenn Schneeverwehungen in der Spur waren.

Weites gab es so eine Art Schlitten den man in eine Bügel einhängen konnte. Auf dem ist einer gesessen. Wo in der Liftspure zuviel Schnee war wurde diese gereinigt und auch vorgespurt. Es musste dann ein anderer die Ski für den der am Schlitten sah auf den Schultern nachbringen, damit er wieder runterkam. Der Schlitten selbst wurde dann ähnlich wie ein Akja von 2 Leuten auf der G2 in Tal gebracht. Bei den anderen Liften z.B. Hundskogel Seekareck und Panoramalift (dort war auch so ein Schlitten im Einsatz) wurde dieser mittel Pistenraupe wieder in Tal gebracht.

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Re: Historisches aus Obertauern

Beitrag von Michel24 » 25.03.2014 - 19:40

So ich war letzte Woche nach einigen Jahren wieder in Obertauern. Hab mir das ganze nochmal vor Ort angeschaut.

Also die Gamsleiten 2...Wahnsinn. Hatte das weniger steil in Erinnerung. Naja als Kind macht man sich wohl weniger Gedanken um die Steigungen. Unglaublich dass da wirklich ein Schlepplift hochging...
Weiß vielleicht jemand wann dieser komische Ziehweg angelegt wurde der den Steilhang umgeht? Irgendwie befremdlich dass man eine so selektive Piste entschärft wodurch wiederum einige hinauffahren die dies sonst nicht tun würden und die Piste verstopfen und ausfahren. Die Schwierigkeit macht ja eigentlich den Reiz aus.

Was ich mich noch interessiert ist wo der SL Hundskogel verlief. Konnte weder unteralb der KSB noch sonstwo eine Trasse erkennen. Das Bild auf Seite 2 hier im Forum ist auch nicht wirklich aussagekräftig.


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