Le Grand Tour IX - Via Lattea 9.3.2019 ***Sparflamme***

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Le Grand Tour IX - Via Lattea 9.3.2019 ***Sparflamme***

Beitrag von Arlbergfan » 01.02.2020 - 19:00

Eigentlich wollte ich den noch ausstehenden Bericht von meiner letztjährigen Tour ja längst vor der Wintersaison geschrieben haben - der für mich aber enttäuschenste Tag der Reise und die Unlust an schreiben liesen mich davon aber lange abhalten. Aber: Auf Grund der Vollständigkeit und auch wegen meiner pedantischen Art, meine Skitage zu dokumentieren - nun also doch der letzte Bericht der Grand Tour 2019: Via Lattea

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Wir mussten ja auf Grund der Schlechtwetterfront richtung Süden fliehen und durch den Val Frejus Tunnel ins Piemont fahren. Nach unserem kurzen Abstecher bei Bardonecchia sind wir anschließend weiter in unsere kurz gebuchte Unterkunft nach Cesana gefahren. Für 68€ mit Frühstück kann man nicht viel erwarten - meinen schon kränkelnden Kollegen störten die dünnen Wände natürlich extremst, aber wir waren ja nicht auf Wellness Urlaub gell?

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Der Pistenplan von Via Lattea hat mich ja schon länger neugierig gemacht. Eigentlich bin ich auf das Gebiet auch erst durch das Forum aufmerksam geworden. Früher hätte ich Sestriere als eigenständiges Gebiet gesehen - der Begriff ist wohl den wenigsten deutschen Skifahrer bekannt. Und natürlich war Sestriere das eigentliche Ski-Tages-Ziel - vor allem weil wir bei unserer letzten Grand Tour dort übernachtet hatten - allerdings sollte der Tag dann anders verlaufen als gedacht, denn: Wegen starken Wind war die Verbindung über den Monte Fraiteve geschlossen. Sehr gut... :roll: Also wurde beim Frühstücken rasch umgeplant und wir orientierten uns Richtung Claviere und dem franzöischen Montgenevre - was auf dem Pistenplan ja auch ordentlich spannend aussieht.

Skiplan: Via Lattea

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^^ Start am nicht weit entfernten Doppelsessellift Rafuyel - die einzige Verbindung Richtung Claviere. Will nicht wissen, was hier passiert, wenn viele die Tour durch die Via Lattea machen...

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^^ Schnee hier unten auf 1.350m Mangelware.

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^^ Aber irgendwie auch ein gemütlicher Start in einen gemütlichen Tag...

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^^ Die Talabfahrt ging wohl schon länger nicht mehr...

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^^ Für manche User liegt aber noch genug Schnee, oder?

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^^ Besser als im Skiliftkarusell Winterberg - das Schneeband Richtung 4KSB Sagnalonga.

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^^ Schöne Bahn durch den Lärchenwald. Überwindet ordentlich Höhenmeter Richtung Hochalpe Sagnalonga.

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^^ Hier oben war ich erst mal äußerst positiv überrascht. Der blaue Himmel half natürlich mit.

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^^ Toller Pistenkessel auf der Sagnalonga. Rechts wohl eine aufgelassene Pistenvariante?

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^^ Leckere Piste...ich will hier raus! Im fix geklemmten Sagnalonga - Bercia Lift erkennen wir soeben das erste Mal das Problem des Tages. Die langsamen Lifte!

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^^ Für mich das Bild des Tages - der Blick über die verschneiten Ferienhäuser Montanina in die Ferne.

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^^ Endlich angekommen - einmal sind wir natürlich die Piste runter, dafür sah sie zu lecker aus. Ein 2. Mal aber dann nicht mehr, wir hatten ja noch was vor...

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^^ Blick Richtung Monte Fraiteve - alles sehr schneearm dort drüben.

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^^ Jetzt aber weiter Richtung Claviere - die Piste 93 an der KSB Serra Granet war sehr, sehr lecker!

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^^ Vorbei an der 4SB Gimont, die wir rechts liegen liesen.

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^^ Nichts los hier in dem Bereich...genial zum rasen!

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^^ Die Mittelstation der Serra Granet, ich glaube ohne wirkliche Funktion...

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^^ Abseits würde hier nicht viel gehen, zu flach manche Bereiche dazwischen...

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^^ So, das erste Mal verfahren an dem Tag. Also erstmal schön Liftfahren mit der 4SB La Coche.

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^^ Blick zurück Richtung Claviere - dort hinten lässt sich schon die SB Le Montquitaine erkennen.

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^^ Jetzt bereits die richtige fixgeklemmte 4er Sesselbahn Col Boeuf genommen...oben angekommen sieht man im Wald eine alte Liftruine stehen. Gab hier scheinbar mal eine Anlage hier hoch.

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^^ So, Gebietswechsel Richtung Montgenevre.

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^^ Und wir sitzen mal wieder in einer fix geklemmten Anlage. Diesmal die 4SB Le Tremplin. Rechts erkennt man auch eine alte Liftschneise.

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^^ Angekommen in Montgenevre. Das Wetter wird schlechter und lässt den Ort nicht schöner werden...Beachtlich: Wir sind auf 1.850m! Die Baumgrenze inneralpin liegt halt einfach mal 300 Meter höher!

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^^ Wir bleiben aber noch auf der Sonnenseite und nehmen - zur Abwechslung mal eine moderne Bahn - die Kombibahn Les Chalmettes.

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^^ Hier der nächste Sektor mit schönen Pisten.

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^^ Auch hier nur eine KSB - die Hauptanlage Les Gondrans. In Montgenevre war spürbar mehr los als im Cesana Bereich.

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^^ Rechts der KSSL, den ich ja gerne genommen hätte, wäre seine Talstation nicht so schwer erreichbar...

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^^ Baumfreie Ecke - aber schön zum Pistenfahren!

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^^ Blick von Les Anges von 2.455m über die Schneeschüssel. Mittig links erkennbar, der wichtige Verbindungslift Le Crete in die nächste Geländekammer.

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^^ Baujahr 2019!! Davor war hier ein Schlepper.

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^^ Schön steil und kurz - da lass ich mir auch im Jahr 2019 eine neu gebaute Fixanlage einreden.

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^^ Rückblick - optimales Pistengelände würde ich sagen...

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^^ Rein in die nächste Geländekammer. Sowas gefällt mir natürlich sehr, wenn man zwischen verschiedenen Sektoren über Bergrücken so wechseln kann. Geht aber nur in die eine Richtung!

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^^ Es geht wieder ins Tal Richtung Montgenevre. Der Blick auf die andere Skigebietsseite verrät: Dort hat es nicht viel Schnee.

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^^ Unschöner Passort Montgenevre. Um die Seite zu wechseln, muss man etwas laufen. Die bessere Variante wäre die Kombibahn Serre Thibaud - die liegt aber mindestens eine Liftfahrt entfernt. Die Dimensionen im Skiplan stimmen hier überhaupt nicht. Die ehemalige Agudio Bahn Le Chalvet liegt viel zentraler im Ort als auf dem Skiplan ersichtlich.

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^^ So, und jetzt die unverständlichste Rationalisierungsmaßnahme schlechthin: Die 2. EUB Sektion Chalvet wurde einfach nicht erneuert, so dass der 2.680m hohe Gipfel nur durch eine alte DSB erschlossen wird. Versteht mich nicht falsch - ich stehe auch auf alte Lifte (Madloch...hallo?), aber nicht, wenn auf den Berg schon mal eine EUB geführt hat. Wieso macht man das denn? Natürlich war in diesem Moment neben der Laune auch die Sonne... GRML. :evil:

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^^ Ehemalige Bergstation der EUB. KOPFSCHÜTTEL!

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^^ Blick auf die Nordseite im Skigebiet. Da drüben hat es uns definitiv besser gefallen.

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^^ Hier die kastrierte Mittelstation am Chalvet Sektor. Den Bereich Col De L`Alpet liesen wir dann aus. Wir wollten wieder Richtung Sonne.

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^^ Durch den Sulz zurück auf die andere Skigebietsseite.

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^^ Die wohl wichtigste Anlage im Gebiet: Die 4SB Le Rocher de L`Aigle. Sie ist die Verbindung Richtung Cesana - oben verläuft die italienisch/französiche Grenze. Natürlich auch fix geklemmt, aber mit sehr interessanter Trasse.

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^^ Trasse.

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^^ Noch schönere Trasse - geil!

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^^ Und jetzt eine der schönsten Abfahrten dort: Durch das Val Gimont in die Geländekammer von Gimont zurück. Toller Ausblick Richtung Sestriere.
Dort in der Geländekammer steht übrigens schon seit länger eine kuppelbare (!!) Bahn still. Die Col Saurel steht gleich wieder aus welchen Grund? Auch Sparmaßnahmen?

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^^ Angekommen bei der Rifuggio Gimont - sehr zu empfehlen! Hier liesen wir den Tag ausklingen, wir hatten ja alles auf dieser Seite gesehen...

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^^ Talfahrt mit der KSB Sagnalonga, weil die Piste offiziell geschlossen war. Es wäre schon iwie gegangen...

Fazit zur halben Via Lattea:
  • Landschaftlich besonders im Bereich Cesana sehr reizvoll
  • Viele fixgeklemmte Bahnen, die den Fahrspaß deutlich mindern
  • Nicht erklärbare Rationalisierungsmaßnahmen im ganzen Gebiet
  • Schönsten Abfahrten sind nicht als Wiederholungsabfahrt machbar
  • Das komplette Gebiet ist nicht in einem Tag schaffbar - eine Erkenntnis! :wink:
Ob ich den anderen Teil der Via Lattea auch noch werde? Hmm, zumindest nicht geplant. Dafür war mir das Gebiet jetzt nicht besonders genug. Ich würde wohl eher über Montgenevre Richtung Briancon und Sierre Chevalier fahren!

Das wars also mit der Grand Tour 2019. Dieses Jahr gibt es keinen Roadtrip - ich bin mir aber sicher, das war nicht der letzte. Zu geil, wie viele verschiedene Skigebiete es bei uns gibt. Und ich will noch sooooo viele sehen! :wink:
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Re: Le Grand Tour IX - Via Lattea 9.3.2019 ***Sparflamme***

Beitrag von Highlander » 02.02.2020 - 08:31

Der Einstieg dort in der letzten Saison, immerhin auf knapp 1400 mtr erinnert stark an die Zustände in dieser Saison in der Skiwelt Südseite nach Brixen... :biggrin:
viewtopic.php?f=144&t=62411&start=125#p5231462

Aber man sieht, es gleicht sich alles irgendwann einmal aus... :D
Diesen Winter hat man bisher auf der Alpennordseite vermehrt mit der Schneeknappheit zu kämpfen....

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Re: Le Grand Tour IX - Via Lattea 9.3.2019 ***Sparflamme***

Beitrag von starli » 06.03.2020 - 12:52

Ob ich den anderen Teil der Via Lattea auch noch werde? Hmm, zumindest nicht geplant. Dafür war mir das Gebiet jetzt nicht besonders genug. Ich würde wohl eher über Montgenevre Richtung Briancon und Sierre Chevalier fahren!
Die zwei Hälften sind aber m.E. in keinster Weise vergleichbar. Mir gefällts ja eigentlich nur in Sestriere/Sauze, die Claviere/Montgenevre-Seite mag ich nicht sonderlich, zu eintönig langweilig irgendwie...
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Re: Le Grand Tour IX - Via Lattea 9.3.2019 ***Sparflamme***

Beitrag von j-d-s » 09.03.2020 - 04:34

Dir gefällt doch sicher Pragelato am Besten :D.

Ich muss aber widersprechen, man kann definitiv das ganze Gebiet an einem Tag schaffen. Das Problem ist eher, dass eine Reihe an Liften und Pisten selten oder nie offen sind, einige nur am Wochenende und ähnliches...

Im Claviere-Teil ist übrigens die KSB Col Saurel mitsamt Piste 104 seit 5 Jahren geschlossen, weil die Piste asbestversucht ist.
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Re: Le Grand Tour IX - Via Lattea 9.3.2019 ***Sparflamme***

Beitrag von starli » 09.03.2020 - 12:22

j-d-s hat geschrieben: 09.03.2020 - 04:34 Dir gefällt doch sicher Pragelato am Besten :D.
Nur leider seit einigen Jahren komplett geschlossen und davor halt auch nur noch eingeschränkt offen gewesen.
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Re: Le Grand Tour IX - Via Lattea 9.3.2019 ***Sparflamme***

Beitrag von j-d-s » 09.03.2020 - 17:43

Du weißt das sicher besser als ich, aber so weit ich das verstanden habe, war Pragelato ursprünglich ein normales Skigebiet und normal offen (mglw. vor der PB Pattemouche?), wurde dann geschlossen, dann nach Bau der PB Pattemouche ein paar Saisonen als "Natural Terrain" mit offiziell keinen präparierten Pisten, die aber dann manchmal doch präpariert wurden, gelegentlich wieder offen, und jetzt wohl wieder zu.

Einen gemeinsamen Skipass mit der Vialattea hatten sie wohl nie?

Da die Lifte, wie für Italien typisch, wohl noch stehen, wäre es imo sehr sinnvoll, wenn Sestriere die übernimmt, damit auch der Vialattea-Skipass dort gilt, und dann die Lifte wieder öffnet inklusive zum Ortszentrum von Pragelato.
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Re: Le Grand Tour IX - Via Lattea 9.3.2019 ***Sparflamme***

Beitrag von starli » 09.03.2020 - 18:03

^ Ja, ziemlich korrekt so. Ich meine, das Skigebiet war auch nach dem PB-Bau noch einige Zeit normal offen (bis auf den linken ESL, der ist schon länger zu gewesen). Gemeinsamen Skipass mit VL gab's aber nicht, das stimmt.
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Re: Le Grand Tour IX - Via Lattea 9.3.2019 ***Sparflamme***

Beitrag von Mt. Cervino » 09.03.2020 - 18:17

Es gab leider nie einen gemeinsamen Skipass aber immerhin ca. 10 Jahre Jahre (2005 bis 2015?) Skibetrieb in beiden Skigebieten parallel.
Natural Terrain Skigebiet war Pragelato nur sehr kurz (max 2 oder 3 Jahre) bevor der Betrieb dann ganz eingestellt wurde.

Zwischen der PB un der DSB gab es einen kurzen Fußweg, vielleicht 400m, was aber zu Fuß mit Skiausrüstung gut machbar war.

Liftübernahme durch Via Lattea/Sestriere: Das wird leider nicht passieren, da viele Lifte in Pragelato teilweise (mittlerweile alle?) die vita tecnica schon überschritten haben und da Sestriere/Via Lattea selbst immer finanziell klamm (und auch zwischenzeitlich mal insolvent war) und deshalb an allen Ecken und Enden im bereits bestehenden Skigebiet spart und Lifte abbaut. Die werden sicherlich nicht in Pragelato investieren, obwohl es eine geniale Ergänzung zum Gebiet wäre.

Die KSB Col Saurel die seit einigen Jahren geschlossen ist, ist nicht wegen Asbestverseuchung geschlossen. Das war die geniale Piste 100 vom Colleto Verde runter, die aber mittlerweile wieder vom Asbest "befreit" und zeitweise wieder offen ist.
Die KSB Col Saurel ist meiner Meinung nach Sparmaßnahmen zum Opfer gefallen. Dabei ist die Landschaft dort hinten so genial und abgelegen. Man hat dort ein geniales Mond-Felling. Bin die Bahn leider auch nur ein Mal 2009 gefahren, aber sie hat mich nachhaltig beeindruckt.
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Re: Le Grand Tour IX - Via Lattea 9.3.2019 ***Sparflamme***

Beitrag von MichiMedi » 09.03.2020 - 18:53

Eigentlich echt schade wie man dieses eigentlich tolle Gebiet einfach verrotten lässt. Zusammen ist ein einfach ein echt großes Skigebiet und würde sich total lohnen, wenn dort seit 20 Jahren wie in Österreich investiert worden wäre, inklusive einer Verbindungsbahn über das Tal. Da könnte das Gebiet heute mit den ganz Großen mithalten...
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Re: Le Grand Tour IX - Via Lattea 9.3.2019 ***Sparflamme***

Beitrag von j-d-s » 10.03.2020 - 05:44

In Sauze d'Oulx gibts ja noch obendrauf ein recht großes Gebiet was stillgelegt/abgerissen wurde, nördlich vom Moncrons. Da gabs sogar mal ne zusätzliche Talabfahrt und SB vom nördlichen Ortsteil von Sauze d'Oulx. Aber auch der SL Tuassieres hat ja schon nur am Wochenende offen.

Für Olympia 2006 hatte man in Sansicario ja das Biathlonzentrum und ne Kunstrodelbahn (für Bob, Skeleton, Rodeln) gebaut, aber auch die hat man danach verrotten lassen und sind heute dauerhaft geschlossen.

Ich führe das auch darauf zurück, dass man in dem Gebiet offenbar nie ein gemeinsames Konzept hatte, wie man Pisten und Lifte erhalten kann. Und möglicherweise gibts dort auch viel weniger Staatsbeihilfen als in Ö/CH/Südtirol/F, wo ja Gemeinden auch oft kräftig bezuschussen, Kredite geben usw.

Und Turin ist eigentlich ne reiche Stadt, mit den Fiat-Werken... Sestriere wurde auch von Fiat-Gründern gebaut.

Auch deswegen denk ich mir, so ein Sawiris könnte aus der Vialattea recht schnell eine Top-Destination machen und auch hohe Einnahmen erzielen. Wiederinbetriebnahme/Ersatz stillgelegter (aber nicht abgerissener) Lifte ist vom Verfahren her sicherlich einfacher als Neuerschließungen.
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Re: Le Grand Tour IX - Via Lattea 9.3.2019 ***Sparflamme***

Beitrag von Arlbergfan » 17.03.2020 - 09:41

Mt. Cervino hat geschrieben: 09.03.2020 - 18:17

Die KSB Col Saurel die seit einigen Jahren geschlossen ist, ist nicht wegen Asbestverseuchung geschlossen. Das war die geniale Piste 100 vom Colleto Verde runter, die aber mittlerweile wieder vom Asbest "befreit" und zeitweise wieder offen ist.
Die KSB Col Saurel ist meiner Meinung nach Sparmaßnahmen zum Opfer gefallen. Dabei ist die Landschaft dort hinten so genial und abgelegen. Man hat dort ein geniales Mond-Felling. Bin die Bahn leider auch nur ein Mal 2009 gefahren, aber sie hat mich nachhaltig beeindruckt.
Entschuldigung, ich lese die Antworten erst jetzt.
Wie kann denn bitte eine Piste wegen Asbestbefall geschlossen werden? Das betrifft doch nur Gebäude oder?

Ich fand die Landschaft in dem Bereich auch am beeindruckensten. Habe ja auch geschrieben, dass die Abfahrt zurück vom Coletto Verde zu einer der schönsten gezählt hat.

Anscheinlich hat das Gebiet eine bewegende Geschichte, da werde ich mich mal in der kommenden Woche mehr mit beschäftigen! :-)
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Re: Le Grand Tour IX - Via Lattea 9.3.2019 ***Sparflamme***

Beitrag von Mt. Cervino » 17.03.2020 - 10:06

Doch das geht schon (zumindest in Italien :wink:): Asbest im Gestein/Erdreich. Wer suchet der findet...

In der Tat ist die Via Lattea ein historisch interessantes Gebiet. Die beste Zeit dürfte wohl die 80er/90er und Nuller Jahre gewesen sein. In den 90er und Nuller Jahren hatte das Skigebiet seinen absoluten wohl den Peak erreicht.
Es gab zu diesem Zeitpunkt schon einige schnelle kuppelbare Anlagen (was in einem so großen Skigebiet wichtig ist um voranzukommen), dazu viele tolle alte Anlagen und vor allem die maximale Ausdehnung/Erschließung des Skigebietes.
2009, als ich das erste Mal in der Via Lattea war, war man noch sehr nah an diesen Peak Stand dran (nur der Anschluss nach Grangesises fehlte), die Jahre danach wurden leider sukzessive Lifte abgebaut oder gar Teilgebiete (z. B. Genevris Sektor, Col Basset, Col Saurel, etc.) geschlossen und für manche Lifte wurde der Betrieb zunehmend ausgedünnt (nur Wochenend- oder Ferienbetrieb).

Wenn ich endlich mal die Zeit finde, muss ich auch inhaltlich mal etwas zu deinem Bericht schreiben. Da gibt es noch einiges zu Kommentieren...
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Re: Le Grand Tour IX - Via Lattea 9.3.2019 ***Sparflamme***

Beitrag von GIFWilli59 » 24.03.2020 - 23:31

Arlbergfan hat geschrieben: 01.02.2020 - 19:00Die 2. EUB Sektion Chalvet wurde einfach nicht erneuert, so dass der 2.680m hohe Gipfel nur durch eine alte DSB erschlossen wird. Versteht mich nicht falsch - ich stehe auch auf alte Lifte (Madloch...hallo?), aber nicht, wenn auf den Berg schon mal eine EUB geführt hat. Wieso macht man das denn?
Eine Frage an die Kenner: Bestand die DSB eigentlich vorher schon?

@Arlbergfan: Mögliche Antwort: Die DSB wurde viel besser angenommen oder die Kapazität der 6MGD ist geringer als die der DSB...
Wirklich verstehe ich es aber auch nicht.
Arlbergfan hat geschrieben: 01.02.2020 - 19:00Den Bereich Col De L`Alpet liesen wir dann aus.
So habt ihr leider die landschaftlich sehr schön gelegene DSB Rocher Rouge verpasst und auch die schwarze Piste samt KSSL 3 Fourneous ist durchaus fahrenswert.
viewtopic.php?f=47&t=60895 Ab Bild #60

Bei deinem Fazit möchte ich auch noch kurz einhaken:
Arlbergfan hat geschrieben: 01.02.2020 - 19:00Viele fixgeklemmte Bahnen, die den Fahrspaß deutlich mindern
Das stimmt im französischen Teil auf jeden Fall, das empfinde ich auch als Nachteil. Man muss aber sagen, dass es sowohl Sestriere als auch in Sauze d'Oulx wesentlich mehr (4)KSBen gibt, wenn wenig Betrieb ist, kommt man kaum in die Verlegenheit, viele fixe Bahnen zu fahren.
Arlbergfan hat geschrieben: 01.02.2020 - 19:00 Ob ich den anderen Teil der Via Lattea auch noch werde? Hmm, zumindest nicht geplant. Dafür war mir das Gebiet jetzt nicht besonders genug. Ich würde wohl eher über Montgenevre Richtung Briancon und Sierre Chevalier fahren!
Also ich würde es auf jeden Fall empfehlen, anlagentechnisch tut sich auf der anderen Seite doch einiges.
Briancon bzw. Serre Chevalier kann ich aber ebenfalls empfehlen, siehe dazu auch meine Berichte von 2017:
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Re: Le Grand Tour IX - Via Lattea 9.3.2019 ***Sparflamme***

Beitrag von starli » 25.03.2020 - 12:56

GIFWilli59 hat geschrieben: 24.03.2020 - 23:31
Arlbergfan hat geschrieben: 01.02.2020 - 19:00Die 2. EUB Sektion Chalvet wurde einfach nicht erneuert, so dass der 2.680m hohe Gipfel nur durch eine alte DSB erschlossen wird. Versteht mich nicht falsch - ich stehe auch auf alte Lifte (Madloch...hallo?), aber nicht, wenn auf den Berg schon mal eine EUB geführt hat. Wieso macht man das denn?
Eine Frage an die Kenner: Bestand die DSB eigentlich vorher schon?
Die aktuelle DSB besteht erst seitdem die 6EUB Sektion 2 abgerissen wurde. Oder meinst du, ob es davor dann schon mal eine DSB gegeben hat auf dieser Trasse?
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Re: Le Grand Tour IX - Via Lattea 9.3.2019 ***Sparflamme***

Beitrag von MichiMedi » 25.03.2020 - 19:11

starli hat geschrieben: 25.03.2020 - 12:56
GIFWilli59 hat geschrieben: 24.03.2020 - 23:31
Arlbergfan hat geschrieben: 01.02.2020 - 19:00Die 2. EUB Sektion Chalvet wurde einfach nicht erneuert, so dass der 2.680m hohe Gipfel nur durch eine alte DSB erschlossen wird. Versteht mich nicht falsch - ich stehe auch auf alte Lifte (Madloch...hallo?), aber nicht, wenn auf den Berg schon mal eine EUB geführt hat. Wieso macht man das denn?
Eine Frage an die Kenner: Bestand die DSB eigentlich vorher schon?
Die aktuelle DSB besteht erst seitdem die 6EUB Sektion 2 abgerissen wurde. Oder meinst du, ob es davor dann schon mal eine DSB gegeben hat auf dieser Trasse?
Und warum wurde so früh schon eine damals gar nicht so alte 6EUB abgerissen?
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Re: Le Grand Tour IX - Via Lattea 9.3.2019 ***Sparflamme***

Beitrag von starli » 25.03.2020 - 22:07

^ sorry, Korrektur: vor der 6EUB gab es eine Seitwärts-KDSB bis rauf, die hatte dann später 2er Gondeln. Danach kam vermutlich die Agudio-6EUB, nur halt auf der ersten Sektion. Die Mittelstation scheint evtl. für die 2. Sektion vorgbaut zu sein, aber was dann der Grund war, dass man die nicht gebaut hat sondern die DSB, hab ich mir nicht gemerkt.
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Re: Le Grand Tour IX - Via Lattea 9.3.2019 ***Sparflamme***

Beitrag von Kris » 26.03.2020 - 12:45

Ah, die Arlbergfan Berichte lese ich doch immer gerne. Facettenreich grandios beschrieben, ein gesunder Mix aus Dokumentation und Emotion. Der erfarhende Weinkenner des Schnees eben.

Zu der Via Lattea habe ich einen Kindheitsbezug, einige Jahre Sansicario dann Sestriere. Das war Ende 1970er, Anfang 1980er, also In Tourismusjahren gerechnet vor zwei Jahrhunderten. Damit habe ich den Bericht oben umso mehr aufgesaugt, denn ich war seit dem nicht mehr dort.

Als zweikäsehoch damals war Sansicario genau richtig, schön handlich, mit weiten flachen Lärchenwäldern zum rein- und rumfahren- mein Trotz begann offenbar bereits damals.

Sestriere hingegen war mir im ersten Jahr etwas unheimlich um alleine zu fahren, das Skigebiet erschien mir wie eine große Stadt und ich ohne Landkarte da drinnen. Es wachten über die Hänge damals die großen noblen betagten Damen, die die drei Berggipfel erschließenden Bleichert-Pendelbahnen aus der Vorkriegszeit. Mehr brauchte man an und für sich nicht, alles wesentliche war mit diesen drei Bahnen (und Mittelstatio) Agnelli ließ damals ein perfektes Skigebiet bauen.
Einen Eindruck über die drei Bahnen mag diese Bleichert-Seite vermitteln:
http://www.vonbleichert.eu/pagina-italiana/

Vom grossen italiengerechten Ski- und Rummelplatz am Front-de-Neige von Sestriere City ging es hoch über den Taleinschnitten schwebend in Peak-2Peak Bahn Feeling hinauf zum Banchetta. Als Kind in der vollen Kabine, beschlagene Scheiben, wischend für den Ausblick. Das bleibt.

Die Abfahrt von der Banchetta war mir ungewohnt. Statt wie in Sansicario fluffig durch handlich coupiertes Gelände ging es hier auf einer einzigen riesigen Ebene hinab bis fast in Tal. Viele gute Skifahrer fetzten das Ding hinab. Und Kleinkris da irgendwie durchkurvend. Aber so langsam bekam ich das raus.

Oder aber auf den Monte Sesis mit der anderen Pendelbahn. Flach fuhr die Bahn erst daher, über die Anfängerhänge (als Lifte noch "Babylift" genannt werden durften...)
dann zog sie über die steile Slalompiste hinauf, zur Mittelstation und weiter zum Gipfel.
Gegenüber dem Poneyreiten in Sestriere flößte mir Sestriere Ehrfurcht ein.

Zudem gab es ein Sortiment an schnellen bunt angemalten Skilifte, mit röhrenden Rundrohrmasten. Kein Leitnerland.
Tellerlifte von Marchisio und die drei Pendelbahnen, weite Abfahrten und noch mangels perfekter Zewa-Soft Fräsen zur Pistenpräparierung war es oft Buckelig und an "falschen" Hängen auch eisig. Als Kind natürlich zum Schimpfen mit den Eltern die ja dann schuldig sind. Aber so langsam bekam ich das raus, das mit dem Eis.

Gondelbahnen und Sessellifte gab es in Sestriere damals nicht. Wozu auch.


Sansicario war hingegen damals "tutto nuovo", sämtliche Lifte modernster Bauart waren einheitlich in weiß gestrichen, was gut in die winterlichen Lärchenwälder passte.
Die Nascivera 2er Sessel und deren offenen Talstationen, mit den einseitigen Stahlkonstruktionen. Logischerweise in nahtlosem rostfreien Weiß und alles sehr modern und elegant. So ist Zukunft. Damals.

Etwas Flugzeugturbinenartiges entdeckte ich damals geparkt neben der Lifttalstation. In grösster Neugierde wurde das Ding inspiziert. Mutti musste fragen: Das seien Experimentieranlagen zur Schneeproduktion. Sehr spannend. Wozu kann das gut sein? Noch mehr Schnee?

Die Skigebiete der Milchstrasse waren damals eher teilweise miteinander verbunden, so kam man skimässig nicht von Sansicario nach Sestriere. Zurück aber doch über die dritte Pendelbahn Fraiteve. Sansicario und Sauce d'Oulx waren ebenso getrennt. Jedes Gebiet erschien mir damals für sich betrachtet um Magnituden grösser, als jene Skigebiete Graubündens und Tessins, welche meine skifahrerische Einkäsehochzeit prägten (Schuls, Splügen, Grimmetz im Wallis). Überhaupt: Das Gefühl von "endloser Weite" und "Ehrfurcht"- das war spürte ich damals in der Via Lattea.

Mit hinreichend Zeit und Skiplantechnik ausgestattet gelangte Kris damals im koordinierten Familienausflug im Liftmodus bereits von Sansicario über "Monte della Luna" hinüber nach Frankreich Montgenèvre. Statt 4er SB und KSB gab es 1er und 2er SB's. In Frankreich drüben noch mehr Weite.
Pomastangen kannte ich damals aus Grimmetz, das ging. Und schnell. Mit Kurven.
Nebst der Pininfarinagondel gab es ausschließlich Pomastangen.

Gut dass Mutti da ist. Der ich im übrigen heute unendlich Dankbar bin für die viele Geduld und Mühe mit mir, insbes. für die Jahre in Grimmetz...
Verwirrend hier bei den Frankophonen die zahlreichen Bergrücken. Aber oh, da ist sie die hypermodern anmutende Gondelbahn (die 6er von Agudio) mit ihrer einzelnen ungewöhnlichen Spreiz-Stütze. Coronagefahr gab es damals nicht, der Seilbahnvirus packte mich damals offenbar sehr wohl. Trotzdem: Irgendwie ging es sich nicht aus mit der Zukunftsbahn zu fahren. Frankreich ist überhaupt Zukunft aus einem Guss wie mir im Sommer die Grande-Motte Urbanisierung vorführte.
Auch das eine interessante Erfahrung, Rückblickend: Die Projektion damals schon als Kind vom Kleinen ins Große Ganze...


Irgendwann erfuhr ich, dass ich mit der Bleichert Familie verwandt bin. Deshalb.

So. Zeit zum in die Stadt wandern. Kein Homeoffice heute.

Mit den Olympischen Spielen ging es dann wie so oft in Italien: Zu Großereignissen wurde der staatliche Geldesel angeworfen, zu großzügig haben alle daran gemolken, und einige sind daran erblindet ...
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Re: Le Grand Tour IX - Via Lattea 9.3.2019 ***Sparflamme***

Beitrag von Arlbergfan » 13.04.2020 - 18:04

Mensch Kris - dieser Kommentar zu meinem Bericht ist zu genial, um ihn unkommentiert zu lassen. :wink:
Vielen Dank für deine Anekdote zum früheren Sestriere. Ich musste mir die Bleichert Seite natürlich genau anschauen, das war ja echt ein Meisterwerk, diese zentrale Erschließung von 3 Skibergen. Wie gerne wäre ich auch in dieser Zeit mal vor Ort gewesen! Du solltest die Zeit nutzen und alte Dias von damals digitalisieren. Ich würde die Bilder zu gerne sehen!
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